Wehret dem durchs Netz fallen
13. Juli 2007, gebloggt von Praktikant Eigentlich ist es ja gar nicht möglich… oder doch. Das fallen durchs Soziale Netz.
Nutzen es doch die einen als entspannte Hängematte um hier und da und auf jeden Fall ohne Verpflichtung noch ein paar Mark zu verdienen, aber eigentlich ungefragt und ungeniert Tag ein Tag aus die Seele baumeln zu lassen.. so scheint es doch andere zu geben denen der Ansatz abhanden gekommen ist. Sie wollen keine Almosen, niemanden zur Last liegen, eigentlich nur, dass was sie verdienen.. doch dann.. kommt ihnen irgendwas dazwischen. War da nicht was?
Genau.. Krankenversicherung. Kein Problem als Angestellter, kein Problem als HartzIVler.. doch als Selbstständiger.. Tagelöhner.. oder was auch immer, schnell mal vergessen.
“Krank melden kann ich mir gar nicht leisten. Wenn ich nicht arbeite, hab ich kein Geld.”
“…die meisten die wegen jeden Sch.. zum Arzt rennen, machen dies doch um einfach ein paar Tage Urlaub aufkosten ihres Arbeitgebers, der Krankenkassen und der Allgemeinheit zu schnorren.”
Tja mag sein. Aber was ist wenn dann doch mal was passiert?! Klar sind Selbstständige, Freiberufler und in ähnlichen Arbeitsverhältnissen stehenden Menschen eigenartiger Weise weitaus seltener Krank als angestellte und / oder selbst beim Amt gemeldete Arbeitslose bzw sich in Ausbildung, Umschulungen / weiterbildungen befindliche Menschen. Woran das wohl liegen mag? An einem erholsameren Leben kann es anhand erwiesener Mehrarbeitzeit im Vergleich zur üblichen 38-40 Stunden Woche eines Angestellten ja kaum liegen.
Kleinere “Defekte” werden selbst kuriert. Nicht erkannte Krankheiten schnell mal verschleppt. Die Erkenntnis kommt erst mit dem Donnerschlag. Unfall… was nun?
Glück im Unglück trifft den Krankenversicherungslosen Selbstständigen, wenn er aufgrund eines fehlenden Bewusstseins einfach so in ein Krankenhaus geliefert und erst in nachhinein mit den aufgelaufenden Kosten konfrontiert wird. Immerhin scheint Deutschland so fair, dass niemand unbehandelt bleibt.
Schwerer wiegt es, wenn der Verunfallte jedoch nicht das Bewusstsein verliert und der Gedanke an die entstehenden Kosten ihn von der Behandlung zurückweichen lässt.
Artikel zum Thema auf Focus.de
Leben ohne Krankenversicherung
Die Gesundheitsreform bringt eine Krankenversicherungspfllicht für alle. Denn durch das soziale Netz fallen Hunderttausende.
Es fing an mit einem ungünstigen aus der Hocke kommen. Wäre dieses blöde Aludach nicht dort gewesen, wäre alles so wie immer… einfach schick. Aber was war? Das Aludach war da. Mein Kopf hat viele Stöße, Schläge, Prellungen und Blessuren in den letzten Jahrzehnten erlebt. Eine Zeitlang sah ich es gar als ab und zu äußerst angebracht diesen einen Schädel Hammergleich einzusetzen. Von der kleinen Beule bis zur schweren Gehirnerschütterung war alles dabei.. nur nie war es so wie jetzt. Verflixt.. ein dumpfes Klong.. ein stechender schwerz der einen zum schreien zwang.. Dann die Hand auf die Mütze.. selbstbeherrschung, ruhe.. Meine Hand wird feucht. Damned.. zum ersten mal in meinem Leben hat es doch etwas geschafft. Ich blute. Nunja. Kein Problem, ganz normal, köpfe bluten halt ziemlich schnell.
Schnell zwei “Kollegen” geschnappt.. versucht mich in ihr Gespräch einzumischen. “Könntest du dir mal kurz meinen Kopf anschauen, ich glaub ich hab mich grad gestoßen und blute irgendwie ein wenig” - Er schaut mir verdattert ins Gesicht…Â “..nee, kann gar nichts sehen” In diesem Augenblick läuft ein kleines Rinnsaal unter der Mützen hervor.. Autsch.. Köpfe bluten halt. Der Spass begann auch eigentlich erst später..
Benommenheit, Sprachprobleme, man klingt als wär man dauerdruff. Denken tut weh.. und wenn ich meinen kopf abtaste spüre ich dort eine kleine Delle. - Wie kann das sein, wo is das was da vorher war.. und wieso dieser Druck.. kann nicht endlich dieser druck enden? Ich hab das Gefühl mein hinterkopf ist weg. Nachdenken.. Nachdenken ist scheinbar etwas was im Hinterkopf geschieht.. es ist plötzlich schwer. Und alles wegen einem blöden Aludach..
So, oder anders.. passiert es schnell. Sollte man also mal durch zufall irgendwie aus dem Netz fallen, und sich grad auch am Anfang sagen, ach eigentlich ist es doch schön und nötig, 1, 2, 300 Euro mehr im Monat… der Zufall bringt ein böses erwachen und dann erst recht.
Aber eigentlich ist sowas ja gar nicht möglich, oder?
Sozial ist nicht gleich fair.. Fair auf keinen Fall immer sozial und überhaupt, kostet ein Helm nur 12,90 im Baumarkt. ![]()
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Der Beitrag wurde am Freitag, den 13. Juli 2007 um 03:22 Uhr veröffentlicht und wurde unter Das wahre Leben, rein fiktiv abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.


